TEE – Plakate: Das Buch zum Thema (Semaphor Nr. 55 / Herbst 2017)

Wer sich für die TEE – Epoche interessiert, weiss meist recht gut Bescheid über deren Lokomotiven, Triebzüge und Wagen.

Deutlich geringer hingegen ist die Zahl derjenigen Bahnfreunde, welche andere Prioritäten huldigen. Einer dieser <<Exoten>>

ist Daniel Häni: Er forschte seit Jahrzehnten in Sachen  <<TEE – Plakate>>. Nun hat er zu diesem Thema ein Buch verfasst – ein Werk,

das keine Konkurrenz kennt.

Eigentlich, so könnte man meinen, sind zum Thema Trans Europ Express (TEE) bereits mehr als genügend Bücher, Fachzeitschriftenbeiträge (teilweise als Sonderausgaben), Videos und DVDs auf den Markt gekommen. So jedenfalls dachte der hier Schreibende bis vor kurzem. Nun aber belegt eine eindrückliche Publikation das Gegenteil: Daniel Häni hat während Jahrzehnten TEE – Plakate gesammelt und akribisch die dazugehörenden Hintergründe erforscht. Daraus ist jetzt ein Buch entstanden – zum Glück.

Lob auch von TEE-Experten

Und wahrlich: selbst ein gestandener Kenner wie Urs G. Berger vom Verein TEE Classics gab an der Vernissage seiner positiven Verwunderung darüber Ausdruck, auf wieviel für ihn unbekanntes Material Daniel Häni im Laufe der Recherchen noch gestossen ist – und das will etwas heissen! Denn das Aufspüren alter TEE – Plakate ist eine Sache, erläuternde Informationen darüber zu finden hingegen eine Andere. Schon gar nicht zu reden vom Abklären allfälliger Copyrights, erforderte dies doch eine gehörige Portion kriminalistischen Spürsinn, denn die Erben der mittlerweile oftmals verstorbenen Urheber waren meist unauffindbar. Dazu eine Art Klammerbemerkung: Einfach auf gut Glück, ohne Klärung des Copyrights, ein Bild, ein Plakat oder einen Text abzudrucken entspricht nicht dem gängigen Recht – und kann teuer werden.

Bemerkenswert am hier vorliegenden Buch sind somit unter anderem:

  • Grossartige, oft fast schon vergessene Kunstwerke hat man legal ihrem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf entrissen. Denkbar ist sogar, dass Modelleisenbahner die Bilder verkleinern und damit ihre Miniaturbahnhöfe schmücken. Sofern das einzig und allein für den Privatgebrauch geschieht, sind derartige Handlungen zulässig.
  • Diverse Plakatmotive schafften es in der TEE – Ära sogar, mehrsprachig gedruckt zu werden, und stellten sich  damit voll und ganz hinter den transeuropäischen Gedanken. Gleich mehrere derartige Beispiele finden sich im Buch auf einer Doppelseite vereint.
  • Die Texte, sind ebenfalls dem internationalen Gedanken des TEE verpflichtet, in Deutsch, Englisch, und Französisch gehalten.
  • Das Vorwort steuerte Benedikt Weibel (ehemaliger Chef der SBB bei.
  • Weitere Beiträge stammen von Bettina Richter (Kuratorin der Plakatsammlung des Museums für Gestaltung in Zürich) und von Sebastian Ramspeck (EU – Korrespondent fürs Schweizer Fernsehen SRF in Brüssel).
  • Je ein separates Kapitel ist den Themen TEN (Trans Euro Nacht/Night/Nuit) und TEEM (Trans-Europ-Express-Marchandises) [Güter-TEE] gewidmet.
  • Der Beitrag von Arjan den Boer (Dozent an der Universität Utrecht), umfasst die Biografen der Plakatkünstler.
  • Ebenfalls vorhanden ist ein Bild- und Literaturnachweis, ergänzt durch eine Erläuterung der benutzten Abkürzungen.
  • Abgerundet wird das Werk durch eine Tabelle der TEE-Verbindungen 1957 – 1991.

Fazit: Die gut gedruckte Publikation ist ihren Preis mehr als wert, vervollständigt sie doch unser Wissen über die TEE-Epoche. Oder, um es in den Worten Benedikt Weibels zu <<sagen>>:

<<Dieses Buch bringt diese vergangene Zeit mit wunderbaren Bildern zurück. Man wird etwas nostalgisch dabei. Die Idee wäre so gut gewesen….>>

Text/Foto: Christian Zellweger

TRANS EUROP EXPRESS AFFICHES (Artikel im Journal CdF_Spoorweg Journaal Belgien) September 2017

Format de 24.3 x 32.5 cm, 204 pages, en tros langes (allemand, francais, anglais)

A commander chez Daniel Häni, Bielerstrasse 5, CH – 8942 Oberrieden, Prix 92.00 euro (frais de port compris)

 

C’est Sous cette dénomination que Daniel Häni püblie un livre traitant des affiches röalisées par les Administrations ferroviaires des pays suivants: Belgiwue, Dänemark, Allemagne, France,Italie, Luxembourg, Pays-Bas et Suisse, pendant la période 1957 – 1990.

Ce livre décrit non seulement de manière chronologique la genèse des differentes affiches et par qui elles ont été dessinées, mais aussi les projets qui ont mené à différents logos, comme celui des TEE, des TEEM et des TEN.

Toutes ces affichessont reproduites en grand format et illustrent des rames et des convois divers, mais aussi des dessins graphiques destinés a attirer l’attention du public sur les différentes formes  de traction des Trains TEE. A travers les âges, ces magnifiques affiches que ces differentes Administrations ferroviaires ont fait concevoir en Grand Format constituent un véritable voyage dans le monde des TEE de l’époque.

La mutation des TEE en Euro City est également illustrée par des affiches, toute comme les Trans Euro Nuit et les Trans Europ Express Marchandises, des types de Trains pour lesquels certaines administrations ferroviaires ont également fait réaliser de très intéressantes affiches.

Pour terminer, plusieurs artistes de nationalités differentes ayant conçu ces magnifiques affiches sont également passé en revue.

Grâce à toutes ces affiches, ce livre offre une magnifique image de l’évolution des chemins de fer de 1957 à 1990; ce livre ne pourrait manquer dans aucune bibliothèque d’amateur de chemin de fer. (Max Delie)

Als die Bahn dem Automobil die Show stehlen wollte. (Tagesanzeiger-Artikel vom 31.08.2017)

Fotoband

Als die Bahn dem Automobil die Show stehlen wollte

Es gibt Marken, die jedermann kennt – auch wenn das beworbene Produkt längst nicht für jedermann erreichbar ist. Dazu gehörte einst der Trans Europ Express, kurz TEE, ein Luxuszug, von dem die meisten Bahnkunden nur träumen konnten. Mit einem Netz von internationalen Zügen, die besonders schnell und komfortabel waren, wollten sich sieben europäische Bahngesellschaften nach dem zweiten Weltkrieg eine Marktnische sichern, die bedroht war. Denn die Eisenbahn galt als altväterisch, wer etwas auf sich hielt, nahm das Auto oder das Flugzeug. Der Autobestand in der Schweiz stieg von 1950 bis 1970 von 147000 auf 1,38 Millionen. Am 1. Mai 1952 begannen die Fluggesellschaften mit der Einführung der Touristenklasse, plötzlich war das zuvor den Eliten vorbehaltene Flugzeug ein Konkurrent der Bahn. Die Grundidee des TEE, von der später abgewichen wurde, war ein kurzer Zug, der nur erste Klasse führte, ohne Halt an den Landesgrenzen verkehrte und besonderen Komfort bot, sogar eine Klimaanlage. 157 fuhren die ersten solchen Züge, nun musste das neue Angebot dem Publikum erklärt werden. Prominente Werbemittel waren Plakate. Daniel Häni, wie viele Eisenbahnfreunde ein Bewunderer des TEE, hat diese Plakate gesammelt, mit denen die Bahnen für den Zug warben. In einem Buch stellt er Beispiele aus sechs Ländern vor. Die Sammlung ist ein Querschnitt durch die Plakatkunst der Nachkriegszeit, dargestellt in einem einzigen Produkt. Die Werber sprachen die Kundschaft auf verschiedenen Ebenen an, auch die Grafiker setzten auf Vielfalt und Stile. Ein begehrtes Zielpublikum waren Geschäftsleute, denen die kurzen Reisezeitenvorgerechnet wurden. In Ländern in denen noch Dampf- und Dieselbetrieb üblich war, wurde der fortschrittliche elektrische Antrieb hervorgehoben, was heute ziemlich vorgestrig wirkt. Auch das Design der Züge wurde angepriesen, kraftprotzend die Diesellokomotiven, zeitlos elegant die elektrischen Kompositionen der SBB. Das TEE Konzept hatte ein kurzes Leben, die Staatsbahnen konzentrierten sich bald auf den Inlandsverkehr, die internationalen Schnellzüge und der Nachtverkehr wurden vernachlässigt. Heute wird versucht, das verlorene Terrain zurück zu gewinnen. Eine Marke wie TEE gibt es nicht mehr. Das Buch ist eine schöne Erinnerung.

Walter Jäggi

Daniel Häni: Trans Europ Express Plakatkunst.

Rottenverlag, Visp 2017.

204 S, ca 79 Fr.

Trans Europ Express (Publikation zur Buchbesprechung im Eisenbahnamateur 09/2017)

Daniel Häni

1957 – 1990

Transeurop Express

Plakatkunst – Poster art – Art de l’affiche

(204 Seiten, 240 x 320 mm, rund 160 grossformatige Farbillustrationen, durchgehend dreisprachig D – E – F, Hardcover, Fadenheftung,

ISBN 978-3-906118-51-2, Daniel Häni, Bleierstrasse 5, 8942 Oberrieden, Herstellung Mengis Druck und Verlag Ag, Visp, FR 79.- plus Verpackungskosten.)

 

Als grosser Erfolg der beteiligten Staatsbahnen ist die Geschichte des Trans Europ Express zu Recht bewertet worden. Zum Thema TEE, zum Konzept und zum Betrieb der TEE-Züge sind schon zahlreiche Publikationen erschienen. Das vorliegende Werk soll die bestehende Literatur ergänzen. Es befasst sich erstmalig und exklusiv mit der Plakatwerbung der TEE-Verbindungen der Staatsbahnen DB, SNCF, SNCB, NS, SBB und FS. So wie der grenzüberschreitende Personenverkehr mit TEE-Zügen erstklassig war, so hochwertig ist auch die Plakatkunst für die entsprechende Reisewerbung. Bekannte Grafiker haben eindrückliche und aussagekräftige Plakate geschaffen, welche auch die noch heute ausstrahlende Faszination der TEE-Ära untermalen. Während rund 30 Jahren wurde das Vorzeigeprodukt TEE mit kunstvollen Plakaten beworben.

Das wohl strukturierte Werk beinhaltet ein Vorwort von Benedikt Weibel, die Entwicklung der Plakatgeschichte und der TEE-Züge, hervorragende Reproduktionen der umfangreichen Plakate für TEE, TEN (Trans Euro Nacht), und TEEM (Trans Europ Express Marchandises). Erwähnenswert sind auch die grosszügige Gestaltung des Buches und die Tatsache, dass sämtliche Texte in den drei Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch gehalten sind, ein eher seltenes und hier gelungenes Unterfangen.

Das vorliegende Buch ist nicht nur hervorragend gedruckt; es entstanden auch hohe Kosten für die digitalen Plakatdaten und die Urheber-Nutzungsrechte, was den Verkaufspreis durchaus rechtfertigt. Die Freunde des unvergesslichen TEE-Zeitalters erhalten für ihre Bibliothek einen vorzüglichen Gegenwert.

MB

 

25. April 2016: Bildvortrag über die Geschichte der SSG 1903-2003

Frisch eingedeckter Speisewage im RAe TEE II, 1961, Foto: Archiv SEAK

Frisch eingedeckter Speisewage im RAe TEE II, 1961, Foto: Archiv SEAK

Unser Ehrenmitglied Urs Berger hält anlässlich der SEAK-Mitgliederversammlung am Montag, 25. April 2016 um 18.30 im Restaurant Muggenbühl in Zürich einen Bildvortrag über die Geschichte der Schweizerischen Speisewagengesellschaft SSG.

 

30. Januar 2016: Impressionen vom Vereinsausflug nach Mulhouse

Insgesamt 44 Personen konnten wir auf unserem Vereinsausflug ins französischen Eisenbahnmuseum „Cité du train“ in Mulhouse begrüssen. Anbei einige Impressionen des gelungenen Tages (alle Fotos: S. Blum, 30.01.2016):

 

Treffpunkt vor der Abfahrt nach Mulhouse in Basel, im Hintergrund Wagensatz des IC/IR 90 Iris, der noch bis Ende März 2016 Basel mit Brüssel verbindet

Gemeinsame Anreise ab Basel mit dem TER

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Ausschnitte der in der Cité du Train gezeigten TEE-Ausstellung

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Exklusives Mittagessen im sonst nicht öffentlich zugänglichen Mistral 69-Wagen

 

15. Oktober 2014: Sondereinsatz unserer Re 4/4 I 10034

Heute übernahm unsere Re 4/4 I 10034 den Schnellzug 1347 Cochem – Brig10703880_830548970299511_1699443382022068628_n von der in Rheingoldfarben aufgearbeiteten EX ÖBB 1042 520 der Centralbahn.

 

 

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Unsere Re 4/4 10034 an den Arbon Classics

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Unsere Re 4/4 10034 zeigte sich den Besuchern der Arbon Classics trotz schlechten Wetters mal wieder von ihrer besten Seite. Auch wenn sie nicht in Besuchernähe aufgestellt werden konnte, war sie jedoch eine der interessantesten und elegantesten Austellungsobjekte an dieser Arbon Classics 2014.

Hier noch ein sehr interessanter Link auf Youtube, der unsere Lok und den Sonderzug im Bahnhof Kloten zeigt (eingestellt von Sandro Mauro Schmid).

Weitere interessante Bilder findet Ihr auch unter der TEE-CLASSICS Seite in Facebook oder auf Flickr.com (Suchbegriff 10034).

Wir bitten euch doch weitere interessante Videos und Bilder an uns zu senden und wir werden diese dann auch auf unserer Homepage publizieren. Bereits jetzt herzlichen Dank im Voraus.

Gérard Mannes – web@tee-classics.ch

Ungewöhnliches

Foto Emil Becker

Foto Emil Becker

Nachdem der am 22 Mai 1981 aus Brüssel kommende TEE „Iris“ in Luxemburg Hauptbahnhof unter der 25000 Volt Leitung Kopf gemacht hatte, trat im 25000 Volt Teil des Zuges ein Defekt auf. Zur weiterfahrt musste der RAe die CFL Diesellok 1819 vorgespannt werden, die den defekten Zug bis nach Thionville in Frankreich schleppte. Von dort konnte sie dann anschliessend, nach Reparatur durch den Bordmechaniker,  selber wieder weiterfahren.

Erscheinung neue Dokumentation – Die Dieseltriebwagenzüge RGP der S.N.C.F.

Dokumentation Nr. 7 von TEE-CLASSICS: Die Dieseltriebwagenzüge RGP der SNCF

Die umfangreiche Dokumentation von Johannes Weibel beschreibt die Technik und Einsatzgeschichte der Dieseltriebzüge RGP 1 und RGP 2 im Zeitraum von 1954-2006. Insbesondere das Kapitel der TEE-Version, welche von 1957-65 im Einsatz stand, wird sehr ausführlich beschrieben. Der Autor recherchierte sehr ausführlich im Archiv vom Verein TEE-CLASSICS sowie bei SBB Historic in Bern, so dass zahlreiche interessante Fakten der abwechslungsreichen Einsatzgeschichte dieser erfolgreichen Triebzüge zusammengetragen werden konnten. Bezüglich Einsatzdauer als Triebfahrzeug schlugen die RGP alle TEE-Triebzüge von 1957, teilweise sogar die elektrischen TEE-Züge der SBB und SNCF! Es ist erstmalig, dass das Thema RGP in diesem Umfang in Deutscher Sprache publiziert wird.

Die Dokumentation ist ab sofort in unserem TEE-Shop erhältlich (Artikel D007).